WD MyCloud NAS – alternative Software

von |    18. Oktober 2016 , 07:54 Uhr

Irgendwie ist es doch oft so, dass man Gerätschaften im Haushalt hat, die man nach einer gewissen Zeit etwas aufbohren möchte, um die Nützlichkeit zu erhöhen. Schon vor 15 Jahren konnte man beispielsweise bestimmte DVD-Player mit alternativen Firmware-Versionen ausstatten, um beispielsweise AVI-Container abzuspielen. Ein normaler Consumer-Router überlebt bei mir i.d.R. auch nicht sehr lange mit der originalen Firmware, da es mit DD-WRT oder Freetz richtig gute Alternativen gibt, die diese Geräte nochmals ordentlich aufbohren. Das letzte Projekt war eine Modifikation einer Boxee-Box – diese wurde via KODI zu einem ordentlichen Media-Center für Filme, Serien und IPTV. Jetzt aktuell war ein schon etwas länger im Netzwerk eingesetztes WD MyCloud 4TB-NAS dran. Die WD-Software an sich bietet zwar bereits einiges an Optionen an, ist allerdings nicht vergleichbar mit einer Synology-Diskstation, was den Funktionsumfang angeht.

Die Synology-Software lässt sich aber auch auf einem WD MyCloud betreiben und hierfür gibt es auch bereits fertige Images, welche nur noch auf die Festplatte geschrieben werden müssen. Fundort für die Images: https://drive.google.com/drive/folders/0B_6OlQ_H0PxVRXF4aFpYS2dzMEE

Es ist natürlich wichtig, herauszufinden, welche Version der WD MyCloud man besitzt. Anhand der Version (Gen1, Gen2, WD MyCloud-Mirror, etc.) wählt man dann die entsprechenden Images aus (Synology DSM, OpenMediaVault, Clean Debian, Backups). Auf der originalen WD MyCloud sitzt bereits ein abgespecktes Debian-System, so dass man auch mit den bereits installierten Bordmitteln die WD MyCloud gut erweitern könnte. Über die „Clean Debian“-Installation steht einem komplett frei, in welche Richtung man die WD MyCloud entwickelt. „OpenMediaVault“ besteht aus einem Debian mit vorinstallierten, genannten Software. Performance-technisch ist die Synology-Software (5.2) die beste Wahl, nutzt man eine etwas ältere MyCloud (Gen1, 256MB RAM, Concerto2000).

Die Erfahrung der letzten zwei Tage hat gezeigt: Es ist am einfachsten, wenn man die MyCloud zerlegt, die Festplatte entnimmt und am eigenen Rechner einbindet und dort die Partitionierung und das Aufspielen der Images vornimmt. Am besten natürlich via Linux – ein Live-System von CD würde dabei auch schon ausreichen. Im Grunde ist das meiste mit parted und mdadm (für ein Softraid der System-Partition) erledigt (müsste bei einer Ubuntu-Live-CD vermutlich nachinstalliert werden).